Probenhandhabung

Für wiederholbare Ergebnisse einer Feuchtebestimmung sind die Probennahme und eine einheitliche Probenvorbereitung und Probenaufgabe vor einer Trocknung von Bedeutung.

Sicherheitsabklärung

  • Achtung.jpgGewisse Proben erfordern spezielle Vorsicht, sie können Personen oder Gegenstände gefährden. Dies sind z.B. brennbare, explosive, toxische oder korrosive Substanzen bzw. Proben, die beim Trocknen/Erhitzen solche Substanzen freisetzen.
  • Trocknen Sie grundsätzlich keine brennbaren oder explosiven Stoffe. Im Zweifelsfall verwenden Sie kleine Probenmengen (max. 1 Gramm) und niedrige Temperaturen.
  • Führen Sie eine Risikoanalyse durch (z.B. hinsichtlich Explosionsgefahr, Brennbarkeit, Toxizität und Korrosivität der Probe und der bei Erhitzen
    freigesetzten Dämpfe).
  • Arbeiten Sie gegebenenfalls im Abzug (Justierung dann dort durchführen).

Achtung: Die Oberflächentemperatur des Strahlers ist höher als die Messtemperatur.
Brennbare Dämpfe ziehen dort vorbei und können sich entzünden.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass die Verantwortung und die Haftung für Schäden,
die durch die Verwendung obengenannter Probenarten entstehen, in jedem Falle beim Anwender liegen.
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Feuchte Richtig Messen

Probenschalen

  • Schalen.jpgNutzen Sie zur Feuchtebestimmung ausschliesslich saubere Probenschalen.
  • Verwenden Sie keine deformierten Probenschalen.

Tipp: Die Verwendung der Einweg-Aluminium-Probenschale garantiert eine zuverlässige Messung ohne Einfluss von Rückständen voriger Proben oder Reinigungsmittel. Es gibt diese Aluminiumprobenschalen auch in einer verstärkten Version. Diese sind für Proben geeignet, die sich beim Trocknen zusammenziehen und dabei die Schale deformieren können.
Bitte entsorgen Sie die gebrauchten Schalen sachgemäss.


Probennahme

Probennahmea.jpgDie Probennahme hat einen grossen Einfluss auf die Reproduzierbarkeit der Messresultate:

  • Repräsentativ zur GesamtmengeContainer voll-neu.jpg
  • Auf Homogenität achten (gute Durchmischung), z.B. die Gesamtmenge vorher mischen, rühren etc.
  • Ausreichende Probennahme
  • Keine Feuchteaufnahme oder -abgabe während der Probennahme (so schnell wie möglich arbeiten)
  • Wenn nicht sofort gemessen wird: Aufbewahrung in luftdichtem Behälter ohne Luftpolster (vollständig befüllt)

Probenvorbereitung

Probe schneiden.jpgAuch die richtige Probenvorbereitung nach der Probennahme ist für wiederholbare und verlässliche Ergebnisse wichtig.

  • Sorgen Sie für eine gleichmässige Granulierung (Partikelgrösse).
  • Vergrössern Sie wenn nötig die Probenoberfläche durch Zerkleinerung der Probe, dies sorgt für einen bessere und schnellere Feuchteabgabe während der Trocknung (schnellere Diffusion der Feuchte zur Oberfläche).
  • Moerser.jpgDie Probe sollte sich dabei nicht erwärmen, dies führt zu einem Feuchteverlust schon während der Vorbereitung.
Die mechanische Zerkleinerung kann z.B. durch einen Mörser, eine Mühle (wassergekühlt) oder durch einfaches Schneiden durchgeführt werden.

Tipp: Eine Oberflächenvergrösserung und damit eine schnellere Trocknung von Flüssigkeiten erreichen Sie durch die Verwendung des Glasfaserfilters.

Probenaufgabe

Container-neu.jpgEine gleichmässige Aufgabe führt zu einer homogenen Wärmeverteilung in dem Messgut und die Feuchte kann gleichmässig aus der Probe herausdiffundieren. Dies führt zu besser reproduzierbaren Messresultaten.

  • Mischen Sie Ihre Teilmenge nochmals sorgfältig vor der Aufgabe auf die Probenschale.
  • Verwenden Sie immer die gleiche Probenmenge für eine hohe Wiederholbarkeit.


  • Probenaufgabe1.jpgVerwenden Sie die richtige Probenmenge. Die Schale sollte über der ganzen Fläche knapp und gleichmässig mit der Probe bedeckt sein.









  • Probenaufgabe2.jpgVerteilen Sie die Probe gleichmässig auf der Schale (keine Haufenbildung).








Einfluss des Probengewichts auf die Wiederholbarkeit und die Messdauer:
Messdauera.jpg
Bei höherem Probengewicht verdampft mehr Wasser, die Feuchtebestimmung dauert länger. Zudem kann eine zu grosse Probenmenge zu einer ungleichmässigen Wärmeverteilung und so zu weniger präzisen Resultaten führen. Auf der anderen Seite sinkt die Wiederholbarkeit (höhere Standardabweichung) auch mit kleiner werdendem Probengewicht:

  • Standardabweichung bei 2g Probe1: 0.05%
  • Standardabweichung bei 10g Probe1: 0.01%
wiederholbarkeita.jpg
1Unter der Annahme einer idealen Probe, deren Feuchte immer vollständig und zersetzungsfrei abgetrennt werden kann (z.B. feuchter Sand). Abweichungen setzen sich immer aus der substanzabhängigen Unsicherheit und der vom Instrument (hier: HR83) gewährleisteten Wiederholbarkeit zusammen. In der Praxis auftretende Messwertunterschiede innerhalb einer Messreihe (keine ideale Probe) können demnach grösser sein als die in der Tabelle dargestellten Werte.