Spezielle Proben
Gewisse Proben benötigen ein spezielles Verfahren, um eine schnelle und korrekte Feuchtebestimmung durchzuführen. Wir geben Ihnen einige Hinweise, wie Sie mit solchen Proben umgehen können, um die Feuchtebestimmung zu optimieren.
Pastöse, fetthaltige und schmelzende Proben
- Verwenden Sie den Glasfaserfilter zur Vergrösserung der
Probenoberfläche.
- Tarieren Sie den Filter zusammen mit der Probenschale und tragen
Sie dann die Probe auf.
Die in der Substanz enthaltene Flüssigkeit wird durch die Kapillaren
des Filters gleichmässig über die ganze Fläche des Filters verteilt.
Dies vergrössert die Probenoberfläche und daher kann die Feuchte
einfacher, schneller und vollständig verdunsten.
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Die Halogen Moisture Analyzer verbinden
Präzision mit Geschwindigkeit. Sie sparen Zeit und Kosten und steigern
die Effizienz.
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Flüssige und sehr feuchte Proben
Verwenden Sie den Glasfaserfilter.
- Tarieren Sie den Filter zusammen mit der Probenschale und tragen
Sie dann die Probe auf.
- Bei Proben mit sehr hohem Feuchtegehalt (> 30%) eignet sich die
Schnelltrocknung. Hierbei wird die Zieltemperatur während 3 Minuten um
40% überschritten, um den Messvorgang zu beschleunigen.
- Alternativ zur Schnelltrocknung kann auch die Stufentrocknung (nur
HR83) verwendet werden. Hier sind die Dauer der Temperaturerhöhung und
der Temperaturwert frei wählbar.
Flüssige Proben bilden durch die Oberflächenspannung oft Tropfen auf
der Probenschale. Dies verhindert einen schnellen Trocknungsvorgang,
weil die Verdunstung nur auf einer beschränkten Flüssigkeitsoberfläche
stattfindet. Durch den Glasfaserfilter wird die Probe grossflächig
verteilt. Dadurch wird die Messdauer oft mehr als halbiert und auch
eine grössere Wiederholbarkeit
erreicht.
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Proben mit sehr geringem Feuchtegehalt (MC <
1%)
- Genügend hohes Probengewicht verwenden (z. B. 20-30 g).
- Wenn Feuchte nur sehr langsam entweicht, Abschaltkriterium 5
(1mg/140s) verwenden.
- Hohe Auflösung (0.1mg) verwenden (nur HR83).
- Standby-Temperatur verwenden (nur HR83).
- Probenschale 1 Minute bei Standby-Temperatur vorheizen und erst
dann tarieren. Das erhöht die Wiederholbarkeit der Resultate.
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Hautbildende und temperaturempfindliche
Substanzen
Wählen
Sie das Schontrocknungsprogramm.
- Verwenden Sie den Glasfaserfilter (tarieren Sie den Filter zusammen
mit der Probenschale und bedecken Sie dann die Probe von oben mit dem
Filter).
Hier wird die zu trocknende Probe mit dem Glasfaserfilter abgedeckt und
so gegen die IR-Strahlung abgeschirmt, um Verbrennungen zu vermeiden.
Dadurch wird eine sanftere Erwärmung der Probe erreicht. Der Gebrauch
der Schontrocknung (langsames Erwärmen auf Zieltemperatur) verstärkt
diesen Effekt. Auch bei haut- oder krustenbildenden Substanzen
empfehlen wir dieses Vorgehen, da die Haut bzw. Kruste das Verdunsten
der Feuchte beeinträchtigt. Durch die Bedeckung der Probe mit dem
Glasfaserfilter und eine Schontrocknung wird die Krustenbildung
vermieden.
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Zuckerhaltige Proben
- Moderate Temperatur wählen, viele stark zuckerhaltige Proben
karamelisieren (ab ca. 110°C) an der Oberfläche und behindern so die
Feuchteabgabe.
- Schontrocknung verwenden.
- Probe dünn auftragen.
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Proben mit leicht flüchtigen Anteilen
- Mit manuellem Start arbeiten.
- Gegebenenfalls Schontrocknung verwenden.
- Wenn Dämpfe toxisch sind, Risikoanalyse durchführen und unter einem
Abzug arbeiten.
- Wenn Proben oder Dämpfe leicht entflammbar sind, Risikoanalyse
durchführen und gegebenenfalls auf die Trocknung mit dem Halogen
Moisture Analyzer verzichten.
- Probenaufgabe vereinheitlichen (Einwägezeitraum bis Start der
Messung sollte immer gleich sein), um die Wiederholbarkeit zu
erhöhen.
Leicht flüchtige Proben, welche Lösungsmittel enthalten (Sicherheitsabklärungen
beachten), können schon vor dem Start der Trocknung an Gewicht
verlieren und so das Resultat verfälschen. Daher sollte die Probe immer
gleich schnell aufgegeben werden, damit die Abweichung durch die
Probenaufgabe so klein wie möglich gehalten werden kann.
Des Weiteren kann es durch ein schnelles Aufheizen und damit ein
schnelles Verdampfen der Probe zur Kondensation unter der Probenschale
kommen. Durch Gebrauch des manuellen Starts bzw. der Schontrocknung
kann die Kondensation sowie eine hohe Konzentration von leicht
flüchtigen Dämpfen reduziert werden. |
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Voluminöse oder quellende Proben
Verwenden Sie die verschliessbare
Probenschale (HA-CAGE).
Quellende Proben oder Proben mit grossem Volumen wie z.B Textilien
können durch Anstossen an umgebende Teile des Halogen Moisture
Analyzers falsche Messresultate liefern. Damit eine Trocknung mit
solchen Proben möglich ist, empfehlen wir Ihnen die Verwendung des
Probenkäfigs. |
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Ungleichmässig gefärbte Proben
Bedecken Sie die Probe mit dem
Glasfaserfilter.
Durch die unterschiedlichen Absorptionseigenschaften erwärmt sich die
Probe unterschiedlich stark, durch den Glasfaserfilter wird eine
gleichmässige Erwärmung sichergestellt. |
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Kunststoffgranulat
- Hohe Auflösung (0.1 mg, nur HR83)
- Standby Temperatur (100 °C)
- Stufentrocknung (1. Stufe: 5 min, 2. Stufe: 0 min)
- Abschaltkriterium 5
- 30 g Einwaage
- Heizen Sie die Aluminium-Probenschale 1 Minute lang bei
Standby-Temperatur vor, und tarieren Sie sie anschliessend.
Kunststoffgranulat benötigt für die Verarbeitung (z.B. Spritzgiessen)
in der Regel einen sehr geringen Feuchtegehalt (z.B. 0.1%). Daher wird
eine hohe Einwaage von 30 g benötigt, um eine gute Wiederholbarkeit zu
erlangen. Die Stufentrocknung wird benutzt, da Kunststoff die Feuchte
nur sehr langsam verliert. Während der 5 Minuten der ersten Stufe wird
die Probe erhitzt, ohne dass das Abschaltkriterium aktiv wird. Die
zweite Stufe wird nicht benötigt und ist daher auf 0 Minuten gesetzt.
Das Abschaltkriterium wird erst nach dem Durchlaufen dieser ersten zwei
Stufen aktiv. Damit wird durch den Gebrauch der Stufentrocknung ein
frühzeitiger Abbruch der Messung verhindert. |
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